Psyche

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Unsere SEELE, DIE PSYCHE

Werten wir sie als Gefahr oder Segen?

Bei neutestamentlich ausgeprägten Christen finden wir oft eine gespaltene Meinung zum Thema 'Seele'. Die einen sehen 'Seelisches' als Gefahr für das Geistliche (was immer sie auch darunter verstehen), die anderen erkennen darin einen Segen für den holistisch (ganzheitlich) lebenden Christen. Die einen führen 1.Korinther 2,14 ins Feld: "Der natürliche (seelische) Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes, es ist ihm eine Torheit...". Die anderen Epheser 6,6: "...dass ihr den Willen Gottes tut von Herzen (eigentlich: 'aus der Seele')". Beide Seiten berufen sich auf Hebräer 4,12:"Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schneidet besser als jedes zweischneidige (eigentlich: 'zweimündige') Schwert, durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist...". Die offene Frage ist hier: Heisst Scheidung Trennung im Sinne des Durchschneidens oder im Sinne von Trennung, die Seele Seele sein lässt und Geist Geist? Die letztere Meinung scheint die richtigere zu sein. Denn die Schreiber des Neuen Testamentes segnen sogar unser 'dreifaltiges Sein' in getrennter Form, so wie es Paulus im 1.Thessalonicher 5,23 schreibt: "Er jedoch, der Gott des Friedens, heilige euch gänzlich...den Geist und die Seele und den Körper...!" Oder sie wünschen, wie Johannes (3.Johannesbrief Vers 2), dass es der Seele (hier des Gaius) ganz besonders gut gehe! Die Seele des Menschen ist so wertvoll, dass das Lösegeld für sie von keinem (sündigen) Menschen aufgebracht werden kann (Markus 8,37).

Was heisst 'Seele' eigentlich?

Die Seele, griechisch PSYCHE, heisst übersetzt: 'die Kühle'. Das Wort wird vom Verb PSYCHOO abgeleitet, zu deutsch 'hauchen', 'atmen', 'kühlen', 'erkalten'. Wenn man um die Grundbedeutung des 'kühlen Hauches' weiss, versteht man viele Texte im NT besser, denn das Grundwort PSYCHE/PSYCHOO kommt in über einem Dutzend verwandten Worten vor und wird sehr verschieden übersetzt. So verschieden, dass der Leser und Ausleger, des griechischen Urtextes unkundig, leider oft keine Chance hat, den Textzusammenhang zur PSYCHE zu erkennen. Unbiblische Lehren waren die Folge davon. Besonders alle solche Lehren, die das seelische Wesen des Menschen abwerteten, das doch Gott erschaffen hatte!

Wo schwingt die Seele mit? Mit PSYCHE verwandte Worte

Die meisten Bibelleser können aus den üblichen Übersetzungen nicht die Wortverwandtschaft mit der Seele erkennen. Wenn man aber die oben stehenden genaueren Wortbildungen an den relevanten Bibelstellen einsetzt, wird einiges klarer - es gibt neue Zusammenhänge in der Auslegung. Der fantasiebegabte Leser kommt dadurch bestimmt nicht zu kurz!

Ein Beispiel: gab Herodes 'den Geist auf', als er starb?

In Apostelgeschichte 12,23 lesen wir beim Tode von Herodes im Urtext das Wort EKPSYCHOO. Luther, und später andere, übersetzten es mit 'den Geist aufgeben'. Es heisst aber 'die Seele aushauchen'. Bei Ananias und Saphira in Apostelgeschichte 5,5 und 5,10 lesen wir es ebenso. Hatten die drei genannten Menschen Macht, ihren Geist aufzugeben, in Gottes Hände hinaufzugeben? Ganz bestimmt nicht! Im Prediger 8,8 steht, dass der Mensch in Bezug auf die Todesstunde keine Macht über seinen Geist hat. Johannes schreibt in 10,18, dass Jesus von sich sagt, er habe Macht sein Leben zu lassen und es gar wiederzunehmen. Jesus war also der einzige Mensch, der über seine Todesminute bestimmen konnte. Im Lukas Evangelium steht (23,46) "Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist". So starb Jesus. Schauen wir nochmal in ein Zitat aus dem Prediger (12,7) zum Sterben eines Menschen: "...und der Geist geht zurück zu Gott, der ihn gegeben hat." Herodes starb, als Gott seinen Lebensgeist von ihm zurückzog und dann 'hauchte Herodes seine Seele aus'. Die Seele des nicht wiedergeborenen Menschen geht hinab ins Totenreich, nicht hinauf zu Gott. Der Mensch, der sein Leben in Jesu Hände legte, weiss seine Seele mit dem Geist verbunden. Wenn Gott zur Todesstunde dieses Menschen den Geist zurückholt, geht die Seele mit in die Himmel. Welch ein Unterschied zu Herodes...und zur Übersetzung 'er gab den Geist auf'!

Verschmachten oder 'weg-seelen'?

Eine genaue Unterscheidung zu machen, erinnert auch an Lukas 21,26. Dort 'verschmachten' die Menschen vor lauter Angst in der Trübsal ihrer Lebensumstände. Aber eigentlich heisst es dort 'weg-seelen' (APOPSYCHOO) anstatt 'verschmachten'. Weist das nicht eher auf eine allgemeine seelische, gefühlsbedingte Problematik hin - zum Beispiel auf ein durch Gottesferne verursachten Angstzustand und Desinteresse am Leiden des Mitmenschen - als auf ein Verschmachten des Körpers?

'Kleinmütig' oder 'wenig-beseelt'?

Im 1.Thessalonicherbrief 5,14 spricht Paulus von 'kleinmütigen' Menschen. Im griechischen heissen sie 'OLIGOPSYCHOI', also 'Wenig-beseelte'. Ich denke, dass ein wenigbeseelter Mensch sehr wohl mutig sein kann. Liegt sein Problem nicht eher am Fehlen einer allgemeinen seelischen Kraft als in seinem, vielleicht nur situationsbedingten, Kleinmut? Die Seele lebt laut 3.Mose 11,17 im Blut der Lebewesen. Das Blut ist das Haus der Seele. Wo Blut hinkommt, empfindet die Seele. (im Zahnschmelz, in den Haaren, in den Nägeln und in Hornhautschichten empfinden wir keinen Schmerz). Wenigbeseelte Menschen könnten anämische Menschen (d.h. mit weniger Blut) sein, mit schwächerem Kreislauf und niederem Blutdruck. Sie sind eventuell weniger belastungsfähig als andere, aber könnten durchaus mutig sein, wenn es darauf ankommt.

Die Seele ist das Lebewesen selbst

Die Seele und das Leben und Lebewesen im Allgemeinen, Menschen wie Tiere, werden bereits im Alten Testament oft nicht einheitlich, sondern mal so, mal so übersetzt. Das muss ja Verwirrung erzeugen! Bleibt man jedoch in einer 'konkordanten', das heisst 'übereinstimmenden, einheitlichen' Übersetzung der Begriffe, dann scheint eines klar zu sein: der Charakter eines Lebewesens prägt sich in der Seele aus. Ist darum der Blutgenuss im Gesetz verboten (3.Mose 17,10-12)? Ist es allein aus Achtung vor dem Leben oder kann es auch sein, dass man wusste: seelische Eigenschaften oder Charakterzüge könnten sich mit Blut übertragen? Gott wünscht keine Vermischungen. Besonders nicht im ureigensten Besitz des Menschen: in seiner Seele, in seiner Persönlichkeit.

Die Seele reagiert! Zwei Beispiele einer Herztransplantation und einer Bluttransfusion

Das Herz, die Pumpe für den Blutkreislauf und engstens verbunden mit dem Blut selbst, scheint nach einer Transplantation Veränderungen zu bewirken. Ein auffälliger Artikel aus dem schweizerischen Boulevard- Blatt 'Blick', am 26.2.1998, teilt den Lesern mit: Frau (58) erhielt neues Herz von 18 jährigem. .und sagt... "Plötzlich hatte ich Lust auf Bier und Frauen...seit ich ein neues Herz habe, spüre ich ganz andere Gefühle!" Im Bericht kommen noch andere Menschen zur Sprache. Ein Arzt sagt: "Auf biologischer Ebene kann man nichts nachweisen...jedoch...das Herz ist nach wie vor ein Mythos." Herztransplantation, Bluttransfusion, in zitiertem Artikel steht weiter: " Merkwürdig? Der deutsche SPD-Chef Oskar Lafontaine erzählte kurz nach dem Messerattentat auf ihn eine erstaunliche Geschichte: Plötzlich habe er Lust auf eine Zigarette gehabt - obwohl er zeitlebens Nichtraucher war. Lafontaine hatte nach dem Attentat Bluttransfusionen bekommen. Insgesamt drei Liter. Der Spender war ein Raucher." Seit einigen Jahren sind viele Menschen viel vorsichtiger geworden bei Bluttransfusionen. Und das nicht nur wegen der möglichen HIV- Ansteckung durch 'verseuchte' Blutkonserven, sondern auch wegen obgenannten Gründen. Wie auch immer es sei, nach spätestens 120 Tagen sind alle 'Fremdspuren' im Blute wieder verschwunden. So lange dauert es maximal, bis sich alles Blut im Körper durch eigene Blutbildung erneuert. Der eigene Charakter prägt sich weiterhin in der eigenen Seele aus.

Ein Leben zwischen 36,6 - 36,9 Grad

Wenn die Seele - eben: die Kühle! - keine Eigentemperatur hat, ist sie auf eine gesunde Körpertemperatur angewiesen. Unter 36,6 Grad wäre sie unterkühlt, wie der Körper. Ab 37 Grad fängt die Überhitzung an, das Fieber des Körpers überträgt sich auf sie. Ab 42 Grad aufwärts endet es tödlich. Auf geistlicher Ebene können wir es ähnlich sehen. Der Zeitgeist heute überhitzt die Menschen. Immer schneller drehen sich die Räder der Arbeit, der Informationen und des Verkehrs. Aber auch des Vergnügens, des Sports und fast allem des äusseren Tages- und Nachtablaufs. Es wird in diesem Zeitgeist immer schwieriger, Ruhe zu finden. Selbst gläubige, geistlich gesinnte Menschen finden nur noch schwer die innere Ruhe. Die Hitze nimmt zu, das Öl des Geistes schmiert nicht mehr genug, der Burnout, das 'Ausgebranntsein' ist die traurige Konsequenz davon. Andererseits erkaltet die Liebe, der Respekt und die Fürsorge zwischen den Menschen. Die Liebe entfernt sich vom göttlichen Vorbild. Sie wird immer 'seelischer' und erstarrt irgendwann. Im Matthäus 24,12 steht "die Liebe wird erkalten". Im Griechischen erkennt man die Wortverwandschaft zur 'Seele' (erkalten: PSYgesetai). Wenn die AGAPE-Liebe erkaltet, dann wird sie seelischer, immer kühler. Dann bräuchte sie die Hilfe eines 'brennenden Geistes' (Römer 12,11), um sie wieder auf ihre gesunde Temperatur zu bringen! Die Seele braucht auch geistlicherweise ihre 36,6 bis 36,9 Grad Wärme zum gesunden Funktionieren. Paulus sagt von Onesiphorus , dass er ihn oft 'erquickt' hätte. Im Urtext steht 'ANEPSYXEN', genauer übersetzt 'auf-geseelt'. Selbst das grosse Vorbild Paulus hatte einen 'Seelen-Wärme-Ausgleich' nötig!

Erquickung, Erfrischung...Erweckung?

Das Thema 'Erweckung: ja oder nein' erhitzt seit langem das christlich-bibelorientierte ('fundamentalistische') Lager. Es ist ähnlich wie bei dem 'seelisch-geistlichen' Zwist. Die einen (streng evangelikal Gesinnte) sagen, es gäbe im Neuen Testament nur noch Warnungen zum immer stärker werdenden Abfall bis zur Wiederkunft Christi. Die anderen (pfingstlich-charismatisch Gesinnten) sagen, nein, es kommt vorher noch die grosse weltweite Erweckung. Von der Anzahl der biblischen Aussagen her haben die strengen Evangelikalen die Nase vorn. Jedoch gibt es insbesondere eine Textpassage, die zugunsten der 'Charismatisch-Gesinnten' spricht. Es ist der Text von Apostelgeschichte 3,19-21. Dort kommt das Wort ANAPSYXIS vor, oft übersetzt mit 'Erquickung, Erfrischung (im Sinne von Erweckung)'. Es ist das Hauptwort zum Verb ANAPSYCHOO, das obenstehend, im Zusammenhang von Onesiphorus und Paulus, erwähnt wurde: es heisst 'erquickt werden', genauer 'aufgeseelt werden', die 'Seelentemperatur' auf ein göttlich-normales Mass bringen.

Was steht nun in Apostelgeschichte 3,19-21 genau?

Ich übersetzte direkt aus dem Urtext: "Sinnt nun um und dreht euch heraus (eigentlich 'auf-drehen') zum Heraus-salben eurer Sünden, damit dann Fristen kommen der Wiederkühlung (oder: Hinaufkühlung) vom Angesicht des Herrn und er euch den zuvorverordneten (oder: bereitgestellten) Christus Jesus sende, welchen der Himmel aufnehmen muss bis Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge (aller, alles) kommen. Davon hat Gott geredet durch den Mund seiner heiligen Propheten, vom (Anfang des) Äons an." Da direkte Übersetzungen oft schwerfällig tönen, vergleiche man den Text mit seiner gewohnten Bibel. Ich betone nun einige Schwerpunkte aus dem Text:

1) Das Herausdrehen aus den Sünden kann mit dem Herausdrehen einer Schraube verglichen werden. Je tiefer sie im Untergrund verschraubt ist und je länger sie dort verankert war, je langwieriger ist das Herausdrehen. Mit etwas Öl (Symbol des Heiligen Geistes!) geht es leichter! Also: umsinnen, umdenken, handeln, sich aus sündigen Lebensmustern herausdrehen (lassen).

2) Im Leben läuft fast alles heiss, der Zeitgeist hilft zur Überhitzung der Seele. Nun braucht es 'Fristen', d.h. beschränkte, klar umrissene Zeiten, um zur Wieder-Kühlung, zur Abkühlung, zur Erfrischung zu kommen. Wieder-Kühlung oder Hinauf-Kühlung, weil die Seele sich 'nach oben, nach Gott' ausrichten soll. Schreibt Paulus nicht klar den Kolossern (3,1-2): "Suchet, trachtet nach dem was droben ist, wo Christus ist..."? Erinnern wir uns: Das Wort 'Kühlung' ist mit dem Wort 'Seele' verwandt...also bringt die Sündenvergebung eine Hinauf- oder Wiederbeseelung mit dem Geist des 'göttlichen Öls, der göttlichen Salbung'.

3) Diese erfrischenden Fristen können auch als 'Erweckung' (vor allem persönlicher) bezeichnet werden. Sie müssten laut des Textes VOR der Wiederkunft des Herrn möglich sein.

4) Dann erst kommen in voller Weise die Segnungen einer Wiederherstellung aller Dinge, von allem das verloren ging, das verbraucht wurde, das sich von Gott entfernte...auf persönlicher sowie nationaler (eher selten) Ebene. Erweckungszeiten bringen den Vorgeschmack auf die Wiederherstellung der Schöpfungsordnungen im nächsten Äon (Zeitalter). Es sind 'die Kräfte des zukünftigen Zeitalters', wie es im Hebräerbrief 6,5 steht.

Sogar Seelen im Totenreich empfinden weiterhin

Der seelische Leib eines Toten geht in den Hades (hebr. SCHEOL), in das Reich der Erstorbenen. So war es vor Jesu Auferstehung für alle Menschen. Die auf Gott Vertrauenden (Gläubigen) gingen an den Ort, der im Totenreich zu Jesu Zeiten 'Schoss Abrahams' genannt wurde. Die anderen Menschen kamen an weitere Orte im Hades, an solche, die ihrem gottfernen Leben entsprachen (nach Jesu Erlösungswerk vom Tode gingen und gehen nur noch die letzteren in den Hades. Die an Jesus Gläubigen steigen in die Himmel auf). Durch eine sehr detailliert erzählte Geschichte im Lukas-Evangelium (16,19-31) erhalten wir Einblick in viele Wahrheiten, die postmortem (nach dem Tode) geschehen können. Das Beispiel eines selbstsüchtigen, reichen Mannes warnt uns. Vers 24 geht in besonderer Weise auf sein seelisches Empfinden ein: "Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und KÜHLE meine Zunge, denn ich leide Schmerzen (eigentlich 'Geburtsschmerzen'!) in dieser Flamme." Das Wort 'kühle', im Urtext 'KATAPSYXE', weist auch auf die sprachliche Wortverwandschaft zur Psyche hin. Seine Seele, die Kühle, braucht Kühlung. Seine Seele empfindet. Es geht ihm nicht nur um die Kühlung seines seelischen Leibes (die braucht es auch - obwohl viele Menschen denken, dass 'alles vorbei sei' nach dem Tode!). Sondern es geht ihm auch um die Kühlung seiner Empfindungen. Die Flamme, in der er sitzt, ist ein äusserer und innerer Zustand. Sie bewirkt seine Einsicht bezüglich seines verpfuschten Lebens. 'Strafe' ist 'Zurechtbringung'. Diese Zurechtbringung zeigt schnelle Wirkung: während seines Lebens auf Erden war er nicht um das Seelenheil seiner Brüder besorgt. Nun ist seine Seele in 'Geburtswehen' einer Umsinnung (Busse, METANOIA).

Die Gefahr der Seele ist Selbstsucht

Der Bericht im Lukas 12,19-20 über das Verhalten eines reichen Bauern zeigt die Gefahr des rein seelischen Denkens auf. Er sagt zu seiner Seele nach einer guten Ernte: "Seele, du hast viel Gutes gelagert für viele Jahre. Habe nun Ruhe, iss, trink und empfinde Gutes (freue dich). Aber Gott sprach zu ihm: Diese Nacht werden sie deine Seele von dir fordern und wem wird dann das Deine gehören?" Ja, wem? Bestimmt gehört ihr nichts mehr davon bei den Toten...! Vier Dinge sucht die Seele, wenn sie ohne Geistesleitung lebt: Ruhe, Essen, Trinken und Vergnügen. Davor warnt auch Jakobus (3,15). Er schreibt, dass die Weisheit, die nicht von oben kommt, irdisch, seelisch, dämonisch ist. Allein irdisches Denken führt zur seelischen Ausrichtung und steht in Gefahr, dämonisiert zu enden. Ein harter Spruch...

Den Segen findet die Seele in der Geistesleitung

Wenn wir dem Geist die Führung über die Seele geben, dann wacht er über ihre Selbstsüchtigkeit und weist sie auf Gott hin. Ihn zu loben, ihm zu danken, ihm vertrauen zu lernen, das erfüllt das Leben und bringt Frucht über den Tod hinaus. Der Psalmist sagt im 103. Psalm: "Lobe den Herrn, meine Seele ... und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!". Und der weise Salomon sagt im Buch der Sprüche, 20,27: "Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn, die alle Kammern des Leibes durchforscht." In 'den Kammern des Leibes' regiert die Seele. Wie tut sie das, was ist ihr wichtig...dies soll der Geist beurteilen und zum Guten leiten. Und der gläubig gewordene Mensch unterstellt seinen Geist dem Geiste Gottes. Siehe Römer 8,10-11 sowie das ganze Kapitel 8, das von der Geistesleitung und deren Wohltat redet. 1.Korinther 2,12 sagt, was uns durch Gottes Geist gegeben ist... viele viele Stellen im Neuen Testament weisen der Seele den richtigen Weg. Den Weg hinauf, zur Lebensquelle und Lebensbestimmung. Zu dem, der sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Johannes 14,6).