Urtextperle SÄMERON - heute

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SÄMERON - heute.

Das griechische Wort für "heute" heisst SÄMERON. Es leitet sich ab von HÄMERA, der Tag.
Das englische Wort für "heute" heisst TODAY,  wörtlich übersetzt bedeutet es "zum Tag".
Das Französische nennt "heute" AU JOUR D'HUI. So verbindet es das englische TO - DAY
mit dem deutschen HEUTE, indem es AU JOUR "zum Tag" mit D'HUI "des Heute" ergänzt.

Heute als "heute".

Es gibt mit der Betonung "heute" - im zeitlichen Sinn - einige gut bekannte Passagen in der Bibel.
Zum Beispiel die Worte, die der gekreuzigte Jesus zu einem Mitgekreuzigten macht: 
"...heute wirst du mit mir im Paradies sein" (Lukas 23,43).
Oder im Hebräerbrief 13,8: "Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit
(besser: in die Äonen hinein).
Oder:  "Unser täglich Brot gib uns heute" (aus dem Vaterunser-Gebet, Matthäus-Evangelium 6,11).

Täglich ist nicht immer heute.

Im Vaterunser Gebet verstehen viele das "täglich" als eine Verstärkung zum "heute".
"Täglich" (EPIOUSION) hat hier aber einen anderen Wortstamm und wäre besser mit
" über-seiendes" oder "darauf-seiendes" Brot zu übersetzen. Ich denke, dass Jesus das Brot meint,
das er bereits im Matthäus 4,4 erwähnt: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes geht".
Wir brauchen offenbar nicht nur physisches Brot zum Leben im "heute",
sondern zudem auch "sich darauf befindliches" geistiges Brot.

Heute als ein "Tag".

Ein Tag in der Bibel steht nicht nur als eine Zeiteinheit. Im Psalm 19,2 zum Beispiel
verhält sich ein Tag wie eine vernunftbegabte Person, die zu einem anderen Tag spricht.
(Ob dieser Text eine hebräisch geprägte Fantasie ist, oder eine echte Aussage,
hängt vom Bibelverständnis des Lesers ab).

Die Person, die "Tag" heisst.

Ähnlich wie im Psalm 19 gibt es auch eine Person, die "der Tag" genannt wird.
Wir finden sie im zweiten Psalm, Vers 7. Luther und Elberfelder Bibel übersetzen dort:
"Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt..". Die Dabhar Bibel, die oft das Hebräische genauer übersetzt,
sagt hier: "...mein Sohn bist du, ich, ich gebar dich den (heutigen) Tag...".
Lesen wir diesen Text ohne den Zusatz "heutigen" (dieses Wort wird nicht explizit genannt),
dann steht dort "...ich gebar dich, den Tag..."
Somit wird in diesem Text "Sohn" und "Tag" gleichgesetzt.

Der Sohn Gottes, der Tag.

"Mein Sohn bist du, ich, ich gebar dich, den Tag". Psalm 2,7 ist, meiner Meinung nach,
die biblische Aussage, die "am weitesten zurück" in den Schöpfungsanfang blickt:
der SOHN GOTTES kommt aus GOTT heraus, wird "sichtbar". Die Zeit, ja die ganze Schöpfung, 
beginnt mit diesem Wort "Ich gebar DICH, den TAG" - eben:
"Im Anfang war das Wort...und das Wort wurde Fleisch..." (Johannesevangelium 1,1 und 1,14).

Die Kinder des Tages.

"Ihr seid alle Kinder des Lichts, Kinder des Tages",1. Thessalonicher 5,5.
Im Hebräerbrief 10,25 sollen wir unser "Aufgesammelt-werden" (EPI-SYNAGOGE) nicht verlassen...
um so mehr wir sehen..dass der Tag sich naht". Wer oder was naht sich? Der Tag der Wiederkunft von Jesus,
das Kommen dessen, der "Tag" heisst. (EPISYNAGOGE kommt noch im 2. Thessalonicherbrief 2,1 vor
und zeigt dort auf, dass das Wort NICHT als Gemeinde, sondern als die Wiederkunft von Jesus zu verstehen ist).

SÄMEION - das Zeichen.

Ein wichtiger Tag will als ein wichtiges "heute" erkannt werden.
Wie zum Beispiel das "Heute" der Wiederkunft von Jesus. Die Jünger fragten ihn nach einem Zeichen
(griechisch SÄMEION) zu jenem Tag (griechisch HÄMERA), um somit besser gewappnet zu sein,
dieses zukünftig eintretende "Heute" zu erkennen - das  SÄMERON, das die Welt radikal verändern wird.