Kapitel 10

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Weitere Gedanken zur „Schöpfungsordnung" von Mann und Frau

Dieser wird von einigen besser als "Schöpfungs-Unterordnung" verstanden. Zugunsten des Mannes, entgegen der Frau, natürlich. Der oft zitierte Text aus 1. Kor. 11,3 dazu möchten wir etwas genauer unter die Lupe nehmen:
Der Mann ist der Frau Haupt. Gut so. Gott ist Christi Haupt. Alles klar soweit. Doch kann man nicht die beschriebenen "Haupt-Tatsachen" als Vergleich betrachten? Dann sollte das Unterordnungsprinzip in der gleichen Einheit geschehen bei dem Menschen wie bei Gott („Ich und der Vater sind eins" Johannes 10,30). Christus ist doch kein "Befehlsempfänger" vom Vater! Sie harmonieren in den Entscheidungen, sind eins in der Kommuniktation und der Tat.

Sollten sich das die Männer nicht als Vorbild nehmen - die doch in der Regel kommunikationsärmer sind als die Frauen (vergl. Seite 71 "Das Wesen des Menschen").

Auch ist die Frau "des Mannes Herrlichkeit" --> 1. Korinther 11,7! Manch ein Mann würde seine Frau "mehr pflegen" als er es gewöhnlicherweise tut, wenn ihm diese Wahrheit bewusst wäre. Darum wohl die Betonung der Aussage aus Epheser 5, 28 - 29: "Also sind auch die Männer schuldig, ihre Weiber zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie auch der Christus die Versammlung."

Gleichwie der Herr die Gemeinde! Man lese den gesamten Text aus Epheser 5, 22 - 33 und bete um Verständnis dieses "grossen Geheimnis", wie Paulus es nennt.

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Konklusionen aus den beiden Timotheus und Korinther-Texten

1. Die Frau steht zum Mann in einer Schöpfungsordnung, nicht -wertung, gleichwie Christus zu Gott.

2. Die Frau ist gleich frei vom Gesetz wie der Mann IN CHRISTUS. Sie darf reden - und schweigen. Alles tun und lassen wie der Mann, in biblischer Reife. Dort wo die menschlichen Ordnungen (= Kultur im Orient, z.B. aber auch "Gemeindekultur" der noch nicht "freiheitlich-in Christo-gesinnten-Gemeinden") es weise erscheinen lassen, gewisse Freiheiten nicht einzunehmen, halte sich die Frau an diese Ordnungen um des Friedens willen.

3. Sie soll weissagen, prophetisch reden. Das schliesst oft Lehre mit ein.

4. Die Frau soll vom Manne gefördert und geschützt werden, auch im geistlichen Dienst, wo nötig.

5. "Unterordnung" der Frau sollte mehr komplementär zum Mann als "Platz-an-seiner-Seite" Ordnung verstanden werden.