Kapitel 1

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Das geteilte Heiligtum Mensch

"Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde... männlich und weiblich schuf er sie." (1. Mose 1, 27) Gott ist einer, somit der Mensch auch. Gott gibt sich als "dreifaltig / dreieinig / dreiteilig" zu erkennen (z.B. 1. Mose 1, 1-3: „Gott" - "Geist Gottes" - "sprach = Wort") und der Mensch ist auch "dreiteilig", siehe 1. Thess. 5, 23: Geist, Seele, Leib.

Doch ist ein Gott und ist ein Mensch - Adam.
Adam wird "Mann" genannt, nachdem die "Männin" (hebräisch ISH und ISHA ) aus ihm herausgekommen ward (1. Mose 2, 23). Oder, mit anderen Worten, das „Heiligtum Mensch" wurde zweigeteilt. Ab hier konnte man Gottes Bild nach einer männlichen und einer weiblichen Seite erkennen. Darum tragen Mann und Frau Gottes Würde als Mensch an sich.

Das Heiligtum im Vergleich

Gottes erstes Heiligtum, in dem er auf Erden wohnte, war der Mensch. Denn dieser "repräsentierte" - "stand im Bilde" - Gottes. Das zweite Heiligtum wurde Mose auf dem Berg Sinai gezeigt und von Künstlern im Volk Israel nachgebaut: die Stiftshütte, das Zelt der Zusammenkunft. Wir wollen Mensch und Zelt Gottes einmal miteinander vergleichen. (Die biblischen Texte zum Heiligtum Moses stehen in 2. Mose 25 bis 40).

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Das Heiligtum im Detail erklärt

Die Zahlen 1 - 7 bedeuten (siehe Skizze auf der Vorseite):
1 = Das Allerheiligste, das die Bundeslade mit dem Gnadenthron beinhaltete
2 = Der Räucheraltar, Ort des Gebets, des aufsteigenden Wohlgeruchs
3 = Der Leuchter - als Zeugnis, als "Licht der Welt"
4 = Der Schaubrot-Tisch mit der Frucht der Erde, der Brote für Gott und die Priester
5 = Das Waschbecken, die Reinigung durch Wasser (= Wort)
6 = Der Opferaltar, der Reinigung durch Feuer (Opfer, Sühne für Schuld)
7 = Einzäunung, weithin leuchtende Stoffe, Signalwirkung und Abgrenzung des Heiligtums.

Die 6 gilt als die biblisch-symbolische Zahl des Menschen, die 7 als die von Gott. 6 Dinge beinhalten das Heiligtum, das 7., die Umzäunung, umhüllt und grenzt das Heiligtum nach aussen ab. Der Mensch hatte bis zu seinem Sündenfall eine Lichtsbekleidung, ähnlich wie Gott. Denn als die Sünde des Ungehorsams vollendet war, "erkannten sie, dass sie nackt waren" (1. Mose 3, 7). Das Lichtkleid war verschwunden, sie sahen sich plötzlich anders. Im Psalm 104, 2 hat Gott ein Lichtgewand an. Der Mensch wurde "in seinem Bilde geschaffen". Im Himmel, in der unsichtbaren Welt, lesen wir nichts von Nacktheit, von unbekleideten Engeln zum Beispiel. Übertragen auf das Heiligtum heisst das, dass die Umzäunung weggenommen wurde. Das "Heiligtum Mensch" hatte nach dem Sündenfall seinen Status verloren. Die Gegenwart Gottes, die Geistverbindung, hob sich hinweg. Von nun an war der Mensch auf sich gestellt und die "gegenseitige Suche" begann (von Seiten Gottes "Adam, wo bist du?" 1. Mose 3, 10 und von Seiten des Menschen 1. Mose 4, 3-4 und 26).

Der geteilte Mensch

Es gibt nur einen Menschen. Dieser wurde geteilt, das heisst, die frauliche Seite und die männliche Seite getrennt. Das Heiligtum teilte sich in zwei Teile.

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Somit sehen wir ziemlich klar, was Mann und Frau gemeinsam haben und "es sich teilen müssen" (oder besser gesagt, was sie zu einem wieder zusammenfügen müssen) und was ungeteilt ihr Ureigenes blieb. Das dürfen sie gegenübergestellt zur Ergänzung bringen.

Was Mann und Frau teilen müssen

Teilen müssen Mann und Frau:

• Die Gnade (1. Petrus 3, 7) Hier "Gleichwertigkeit"
• Das Gebet (1. Petrus 3, 7) und gleiche Notwendigkeit
• Die Reinigung durch das Wort (Epheser 5, 26) bei Mann und Frau.
• Die Reinigung durch das Opfer (Galater 3, 25-28)

Was Mann und Frau zur Ergänzung zusammenbringen sollen

Zur Ergänzung zusammenbringen sollen sie:
• Das Licht der (zur) Welt
• Die Frucht der Erde.
Hier Andersartigkeit zur Ergänzung aufeinander angewiesen.

Da selbst im Menschen, bei Frau und Mann, durch die Hirnforschung eine Zweiteilung ersichtlich wurde, hat man auch diese in eine "weibliche-intuitive-kreative" Seite und eine "männliche-logische-geordnete" Seite unterteilt.
Die linke Gehirnhälfte gilt als die "logische", die rechte als die "intuitive". Auf das Heiligtum übertragen, steht "links" vom Allerheiligtum betrachtet der Schaubrot-Tisch und rechts der Leuchter. Was bedeutet das auf Mann - Frau übertragen?

Der Mann -->muss die Frucht der Erde im Schweisse erarbeiten (1. Mose 3, 19) und ermöglicht der Frau, Frucht ihres Leibes hervorzubringen (1. Mose 3, 15).

Die Frau -->leuchtet durch ihr Wesen und ihr Aussehen und ihr starkes, stilles Zeugnis (1. Petrus 3, 1-2). Sie ist der Glanz des Mannes (1. Kor. 11, 7B).

Vom Eingang des Heiligtums betrachtet verhält es sich mit der linken und rechten Seite genau umgekehrt. Da wäre der Mann das Licht (1. Korinther 11, 7A) und die Frau die Schaubrote, die Frucht der Erde, welche ja meistens die Frau seit Jahrtausenden herstellt! Nun, es soll hier nicht so sehr eine Blickrichtung betont werden, sondern: Dieser Vergleich des Heiligtums mit dem Menschen soll die Notwendigkeit der geteilten Hälften aufzeigen - und die Ergänzung der beiden Seiten.

Die Dreieinigkeit des Menschenbr>

"Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern."< 1. Mo. 1, 1-2

Gott schuf wahrscheinlich nicht einfach nur ein Tohuwabohu, denn die griechische Bedeutung des Wortes Kosmos bedeutet auch Schmuck, also eine geordnete, geschmückte Welt.
Viele Ausleger deuten die ersten drei Verse des 1. Buches Mose folgendermassen:

1. Vers = 1. Welt
2. Vers = Zerstörung
3. Vers = 2. Welt aus dem vorhandenen Material

Im Sechstagewerk wird nicht nur eine äussere sondern auch eine innere Entwicklung sichtbar: ein neuer, geistlicher Mensch kann ähnlich entstehen wie hier die Schaffung der Welt stattfand, also in mehreren Stufen.
Beispiel: das Scheiden der oberen und unteren Wasser -> scheiden des Alten und Neuen im neuen Menschen durch den Geist Gottes.

1. Mo. 1, 26-31: "Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie. Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt! Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein; und allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben. Und es ward also. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es war Abend und es ward Morgen: der sechste Tag."

Über diesen Beschrieb des Sechstagewerkes wird viel diskutiert und gestaunt, gemeckert und gezweifelt, geglaubt und ausgesagt.
Eine Sache ist offenbar: Als Krone der Schöpfung entsteht der Mensch. Warum wohl? Gott sucht Gemeinschaft. Gott möchte den Menschen - herrlich geschaffen - so heranreifen lassen, bis dass er in die Gottesgleichheit kommen könnte.
Eine zweite Sache kann leicht übersehen, beziehungsweise überlesen werden: Gott spricht im Plural. Was bedeutet das?
Die Form des Plurals weist immer darauf hin, dass es mindestens zwei Dinge oder Individuen sein müssen. Es müssen also hier mindestens zwei Personen sein, und wir glauben daran, dass es sogar drei sind; nämlich Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist.
Die Dreieinigkeit Gottes ist wahrscheinlich schon ein Bild für die des Menschen: Geist, Leib und Seele. Bei Gott sind ebenfalls alle drei personifiziert: Geist, Leib (Jesus) und Seele. Man kann jedoch nicht genau sagen, ob der Heilige Geist der personifizierte Geist ist oder die personifizierte Seele, oder ob etwa Gott-Vater die personifizierte Seele ist.

Vergleichen wir dazu 1. Thess. 5, 23 ( des Menschen):
"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und euer ganzer Geist und Seele und Leib werde tadellos bewahrt bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus." Siehe auch Jes. 43,7: "... einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist, und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!" --> ...erschuf ich ihn, ... bildete ihn, ... machte ihn!

Reflektieren wir kurz, wie ein Kind gezeugt wird. Das ist ganz klar: Mann und Frau zeugen ein Kind. Resultat: die menschliche Dreiheit!

Geistlich gesehen könnte man dies in etwa so ausdrücken: Gott-Vater ist das männliche Prinzip Gottes, er hat also die Vater-Rolle inne. Der Heilige Geist ist das weibliche Prinzip Gottes, entsprechend der Mutter-Rolle. Und das Kind, der Sohn, beziehungsweise die Tochter, dürfte klar sein: Jesus Christus, Gottes Sohn.

Spinnen wir diesen Gedanken weiter und vertiefen wir diese geistliche Dreiheit , lässt sich daraus schliessen, dass das, was der Geist Gottes gemacht hat, somit fraulich ist!! Diese Erkenntnis gibt der Schrift eine ganz neue Tiefe.

Schauen wir uns dies an einem Beispiel genauer an:
1. Mo. 1, 2 : "Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern."

Betrachtet man das Wort "schweben" in seiner hebräischen, ursprünglichen Bedeutung, so kann es durchaus auch "brüteten" heissen, was wiederum auf "etwas hervorbringen" hinweist. Und brüten tun ja mit wenigen Ausnahmen nur die weiblichen Vögel!

Der Geist Gottes hat auch nur einmal in der Schrift eine Form eines Lebewesens angenommen, interessanterweise die eines Vogels, einer Taube:
"Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald von dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen." Matth. 3, 16

Der Geist Gottes ist sonst immer unsichtbar. Hier jedoch eine Taube.
Im 1. Mo. 1, 2 könnte man die Tätigkeit des Geistes Gottes folgendermassen umschreiben: sanftes, mütterliches, taubenartiges Schweben und Brüten des Geistes Gottes über den Wassern...

Auch Jesus selbst verglich sich einmal mit einem Vogel, und zwar mit einem weiblichen: Matth. 23, 37 zeigt, dass Jesus sich mit einer Henne vergleicht. Jesus lässt hier sein Mutterherz sprechen: "Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!"

Jesus war der perfekte Mensch. Und: er war androgyn (griechisch von "andros" = Mann und "gynä" = Frau) also männlich-weiblich.
Jede Person unseres Gottes hat die Fähigkeiten beider Geschlechter, ist also androgyn. Je nachdem wie du dich fühlst, begegnet dir Gott: als männlicher Vater, als Mutter, als Bruder, etc.

>b>Die Androgynität Gottes
Beispiel: "El Shaddai"
In 1. Mo. 17, 1 offenbart sich Gott dem Abraham als der „El Shaddai".
"Und Abram war neunundneunzig Jahre alt, da erschien Jehova dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige; wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen." Es wird meist mit "der Allmächtige" übersetzt - und führt uns verstandesmässig in eine falsche Richtung, weil wir "Allmacht", "Macht", heraushören und uns somit erst noch ein sehr "männliches" Bild dabei machen... Die hebräische Bedeutung aber führt in eine unerwartete Richtung: nämlich "eine Brunnquelle aller Dinge" oder "der alles hält, erhält", somit auch "der Erhaltende, Ernährende". Die Wortwurzel "Shad" könnte auch auf "Mutterbrust" hinweisen. Es ist somit ein Gott, der seine Allmacht darin ausschmückt, dass er alles innehat, über alles herrscht, alle ernährt - wie eine "vielbrüstige Mutter", an der alle "saugen" dürfen. Fruchtbarkeitsgöttinnen gibt es in allen Kulturen der Antike. Meist mit überbetonten Brust- und Becken-/Bauchpartien oder mit vielen am menschlichen Körper vertikal angeordneten Brüsten, wie sie zum Beispiel die Wölfin bei Romulus und Remus horizontal innehat. Derartige Darstellungen waren dem alten Bundesvolk streng verboten - 2. Mo. 20, 4: "Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel, und was unten auf der Erde, und was in den Wassern unter der Erde ist." Den Christen natürlich auch: "Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes von einem verweslichen Menschen und von Vögeln und von vierfüssigen und kriechenden Tieren." Röm. 1, 22-23 "Kinder hütet euch vor den Götzen!" 1. Joh. 5, 21 Aber woher kamen (und kommen) die Götzenbilder? Künstlerische Fantasie wäre nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift nicht ausreichend... Dämonen, Götzen, sind Realität und haben einen Drang, sich zu offenbaren und die Menschen in ihre Knechtschaft zu führen. Die Korinther kannten viele Götter, wie der Eingangstext von 1. Kor. 12, 1-2 zeigt: "Was aber die geistlichen Gaben (eigentlich die Geister der Engel) betrifft, Brüder, so will ich nicht, dass ihr unkundig seid. Ihr wisset, dass ihr, als ihr von den Nationen waret, zu den stummen Götzenbildern hingeführt wurdet, wie ihr irgend geleitet wurdet." Sie wurden auch von ihnen gegängelt: "Denn wenn es anders solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, (wie es ja viele Götter und viele Herren gibt), so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von welchem alle Dinge sind, und wir für ihn, und ein Herr, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind, und wir durch ihn." 1. Kor. 8, 5-6 Darum auch von Vers 3 des zwölften Kapitels des ersten Korintherbriefes an die Betonung der Andersartigkeit Gottes, von Jesus Christus, dem Vater und dem Heiligen Geist. Die nachstehenden "Geistesgaben", CHARISMATA, gehören zu den damals bekannten Dingen, werden aber liebevoll und sanft von Gott gegeben - der belehrende Textbogen spann sich bis zum Ende des 14. Kapitels - anstatt aufgezwungen wie von den Götzen in Korinth. Hinter einigen Dämonen- (Götzen-) Bildern, die in der Bibel beschrieben werden, könnten durchaus Wesenheiten stehen, die den Künstlern ihr Aussehen "inspiriert" haben - bei der Gestaltung der Götzenbilder. So ein Beispiel ist der Gott Dagon der Philister, man lese 1. Sam. 5, 1-5. Dagon heisst "Fisch", auch "Zeugung, Wachstum", etc. Es war ein Standbild eines Fisches mit Menschenhänden - und Kopf. Gott trennte das Menschliche und das Götzenhafte durch das beschriebene Geschehen im Text - Vermischungen von nicht Zueinanderpassendem sind Gott ein Greuel (- ein weiteres Thema, vgl. dazu im AT 3. Mo. 19, 19; 5. 5. Mo. 22, 9 und NT 2. Kor. 6, 14-16). Im Jud. 6-7 wird das Gericht Gottes über die Engel erwähnt, die im 1. Mo. 6, 1-3 ihre Samenvermischung betrieben...: "Und es geschah, als die Menschen begannen sich zu mehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Söhne Gottes, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich zu Weibern, welche sie irgend erwählten." 1. Mo. 6.1-3 "Und Engel, die ihren ersten Zustand nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des grossen Tages mit ewigen Ketten unter der Finsternis verwahrt. Wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die sich, gleich wie jene, der Hurerei ergaben und anderem Fleische nachgingen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden." Jud. 6-7 Nun wollen wir noch weiterdenken - bis an die Quelle der Inspiration der gefallenen Engel / Dämonen / Götzen. Sie wiederum orientieren sich an himmlischen Vorbildern und Gegebenheiten. Sie imitierten - und pervertierten. Darum wurde der Satan auch schon der "Affe Gottes" genannt... nachäffen, verdrehen, zerstören. Einige Götzenbilder sind auch Karikaturen von Gottes Thronengeln, z.B. die Lebendigen Wesen aus Off. 4, 6-8. Die Sphinx ist eine Mischung aus diesen Thronengeln (siehe auch A. Xandrys Buch "Thema Tier", S. 105). "Und vor dem Throne wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und inmitten des Thrones und um den Thron her vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. Und das erste lebendige Wesen war gleich einem Löwen, und das zweite lebendige Wesen gleich einem Kalbe, und das dritte lebendige Wesen hatte das Angesicht eines Menschen, und das vierte lebendige Wesen war gleich einem fliegenden Adler. Und die vier lebendigen Wesen hatten, ein jedes von ihnen für sich, je sechs Flügel; ringsum und inwendig sind sie voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der da war und der da ist und der da kommt!" Off. 4, 6-8 Die Fruchtbarkeitsgötzen, die Vielbrüstigen - karikieren sie eventuell auch himmlische Vorbilder oder Gott selbst, der sich im Sohn in den Himmeln offenbarte, bevor er sich auf Erden zeigte? El Shaddai, Gott der Allmächtige, Allnährende, Wasser- und Milchspendende (Ps. 104, 10-11; 27-28) Muttergott steht dennoch haushoch über allen da! Nun gibt es einen sehr merkwürdigen Text über die Androgynität Jesu. Und zwar, als er sich dem Johannes in der Offenbarung zeigt und dort in grosser Herrlichkeit verschiedene Aspekte von sich offenbarte, im gesamten ersten Kapitel. Dort steht unter anderem auch der 13. Vers....bitte genau lesen: "Und inmitten der sieben Leuchter einen gleich dem Sohne des Menschen, angetan mit einem bis zu den Füssen reichenden Gewande, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel." Im 2. Teil des Verses sieht Johannes den goldenen, majestätischen Gürtel "um die Brust" der Erscheinung des Verherrlichten. Das Griechische heisst hier MASTOI und wird noch in Lk. 11, 27 / 23, 29 gebraucht - in eindeutiger Übersetzung als "Mutterbrüste". Die Brust allgemein, die männliche Brust, wäre eher STÄTHOS (vgl. Joh. 13, 25 bei Jesus als "Mann"). Also hier in der Offenbarung offenbart sich Jesus mit Frauenbrüsten, die mit dem majestätischen goldenen Brustgürtel umspannt sind. Da die jedoch in unserer Kultur zu anrüchig war (und ist) und zu nah eben an diesen Fruchtbarkeitsgötzenbildern anzusiedeln war, liessen es die Übersetzer halt an Genauigkeit mangeln... "Ich und der Vater sind EINS", Joh. 10, 30. El Shaddai und Jesus Christus sind eins, der androgyne (männlich-weibliche) Schöpfergott. Fragen Fragen an Mann und Frau zum Nachdenken: 1. Viele von uns haben sich von früher Kindheit an unter Jesus einen starken Mann vorgestellt. Dieses Bild zu revidieren fällt uns nicht leicht. Versuchen wir es damit, dass wir als Aufgabe jetzt eine Liste erstellen, die erstens alle positiven weiblichen und zweitens alle positiven männlichen typischen Eigenschaften beinhaltet. Somit können wir uns dem androgynen Jesus wenigstens annähern. a) Positive weibliche Eigenschaften b) Positive männliche Eigenschaften 2. Wenn Jesus als Weltenrichter (= der Verherrlichte) männlich-weiblich auftritt, wie besteht mein Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht vor IHM? 3. Bibelübersetzer trauen dem Leser offenbar nicht zu, mit schwierigen Texten fertig zu werden - wo traue ich meinem Nächsten die vielleicht schwierigere, ungeschminkte Wahrheit nicht zu? 4. Wo traue ich mir selbst die schwierige, ungeschminkte Wahrheit nicht zu? Weshalb? Denk-Aufgabe: Wie wärst du, wenn du alle deine Vorzüge und die deines Mannes / deiner Frau in dir tragen würdest? (Bitte einige Minuten Zeit dazu nehmen!)