Die geographische Grenze, Von Armut zu Gold: 18-19

Kategorie: Die Weihnachtsgeschichte Zugriffe: 2484

Die geographische Grenze

MORD in Bethlehem. Und "in allen seinen Grenzen". Damit wird wohl die Umgebung gemeint sein. Es steht auch geschrieben, dass Herodes "das Kind suchen liess, um es zu töten". Vielleicht war es durch die Volkszählung möglich geworden, die Spuren derer zu verfolgen, die zum Einschreiben kamen – und gingen. (Nicht erst heute, am Ende des 20. Jahrhunderts, war das Thema "Datenschutz" hochaktuell.) Das würde erklären, warum Josef und seine Familie an ihrem Wohnort Nazareth nicht sicher waren und im Traum zur Flucht aufgefordert wurden. Nazareth lag aber doch recht weit von Bethlehem weg. Und dennoch konnte Herodes sie dort erreichen. Ja, sein Reich ging bis weit in den Norden. Seine Soldaten waren sein langer Arm. Und wenn ein herrschsüchtiger Tyrann einen Konkurrenten ausschalten wollte, blieb er "hart am Ball" – deswegen lebte es sich auch gefährlich im Norden Israels, in Nazareth – und nicht nur direkt in Bethlehem.

Von Armut zu Gold

JOSEF war arm. Der biblische Text der Darstellung Jesu im Tempel zeigt es uns. Josef konnte sich kein Opferschaf leisten. Darum musste er die beiden Tauben als Ersatz nehmen. Hätte er den Besuch der Weisen noch in Bethlehem empfangen, hätte er genug Gold für ein Schaf gehabt. Denn die Schätze der Weisen mussten immerhin für 1-3 Jahre Aufenthalt im ägyptischen Exil gereicht haben. Doch nehmen wir an, dass der morgenländische Besuch frühestens nach 43 Tagen und spätestens nach knapp 2 Jahren ankam, weil die Weisen keinen Neugeborenen mehr vorfanden. Und Herodes ja die Altersgrenze für den Kindermord auf 2 Jahre ansetzte. Gott bewahrte und beschenkte Josef und die Seinen. So wie ER das stets bei allen tat, die auf IHN vertrauten.